Tokio – Top 5

Reisezeitraum: September 2019

  • Tokio stand schon sehr lange weit oben auf meiner Wunschliste. Und meine Erwartungen wurden erfüllt. Eine richtig gut funktionierende und vor allem saubere Metropole erwartete uns. Nach der Ankunft am internationalen Flughafen Narita gings gleich unkompliziert mit der Monorail in 60 Minuten ins Zentrum. Ein toll ausgebautes U-Bahn Netz macht uns die Orientierung leicht. Allerdings muss man bei jeder U-Bahn Station wissen, bei welchem Ausgang man genau raus will – sonst macht man so einige Kilometer. Und wenn man sich viel herumfährt, kommt einem die wiederaufladbare Suica-Bahn-Karte schon etwas teuer. Übernachtet haben wir im APA Hotel Pride im Stadtteil Akasaka. Eine Übernachtung in einem Wolkenkratzer ist hier in Tokio fast ein Muss und die kleinen Hotelzimmer überzeugen durch die perfekte und effiziente Ausnützung von Wohnraum. Vor allem das Badezimmer mit dem vollautomatischen WC bestätigt den Reinlichkeitskult der Japaner.
  • Gleich nach der Ankunft in Tokio wollten wir hoch hinaus und haben uns die Stadt vom 634 Meter hohen Tokyo Skytree aus angesehen, um einen ersten Überblick zu bekommen. Auf 350 und auf 450 Meter Höhe gibt es je eine Aussichtsplattform, die eine 360-Grad-Panorama-Sicht über das scheinbar endlose Häusermeer bis zum Fujijama bieten. Das Ticket haben wir schon online zu Hause gekauft, damit wir uns die Warteschlange am Eingang sparen konnten.
  • Als wichtigste Sehenswürdigkeit in Tokio wollte ich in den Kaiserpalast. Dafür heißt es früh aufstehen, um sich um 8.30 Uhr für eines von 100 Eintrittstickets für die Tour anzustellen. Diese Tickets werden ganz unkompliziert an alle Wartenden in der Schlange verteilt. Man kommt dann zur Einlasszeit um 9.30 Uhr mit seinem Ticket wieder. Dann gibt’s um 10.00 Uhr eine Einführung in die Geschichte des Palasts im Besucherzentrum, bevor wir mit 5 verschiedensprachigen Guides durch die Palastanlage spazieren. Ganz hinein in den Kaiserpalast dürfen wir nicht. Das geht nur an bestimmten Tagen mit Anmeldung. Am besten hier online recherchieren. Ich war aber schon selig, dass ich das Innere der Palastanlage mit den Gärten, Brücken und Gebäuden sehen konnte. Das Areal ist ein Ruhepol mitten in der Millionenstadt. Danach gings zum bekannten Shibuya Crossing. An der Kreuzung überqueren angeblich etwa 15.000 Fußgänger pro Ampelphase die Straße. Von hier aus erreicht man aus das Szeneviertel Harajuku, wo die entscheidenden Modetrends gesetzt werden. An der Kreuzung steht auch noch die Statue des treuen Hundes Hachiko.
  • Ein weiteres Highlight unserer Tour war noch der Besuch eines Sumo-Ringer-Trainings. Hier konnten wir eine Stunde lang ins japanische Wrestling eintauchen und die Nachwuchskämpfer bei ihrem Training beobachten. Einzigartiges Erlebnis. Tokio hat 2019 46 Sumo-Ställe, in denen immer ein Sumo-Master mit dem Nachwuchs trainiert. Die Jungen haben tagsüber verschiedene Trainingseinheiten, gehen zur Schule und bereiten sich auf ihre Wrestling-Karriere vor. Der Nachmittag war dann nicht von Tradition geprägt, sondern von der Moderne. Auch für das Digital Art Museum habe ich vorher online Tickets gekauft. Dennoch mussten wir zu unserer Einlasszeit eine Stunde anstehen. Wenn man kein Ticket hat, dann wird man gar nicht mehr in der Schlange zugelassen. Und drinnen war es das Geld und die Zeit wirklich wert. Die Projektionen an Decken, Böden, Wänden lassen einem ganz in die grenzenlose Welt eintauchen. Besonders schön fand ich den Wald der Lampen oder den Blumenwald. Im Café gibt’s Tee mit Projektion. Und was wäre ein Besuch in Tokio ohne seine Manga-Kultur. Akihabara ist Tokios Elektronikmeile. Hier reihen sich Spielhallen und Maid-Cafes aneinander und man kann sich mit Animes und Mangas eindecken. Akihabara ist das Zentrum der Otaku – wie die Nerds in Japan genannt werden.
  • Ein eigener Absatz gehört in Tokio natürlich dem Essen – genauer gesagt dem rohen Fisch. Sushi und Sashimi in allen Ausführungen an allen Ecken. Wenn man noch sehen will, wie alles ganz frisch geliefert wird, dann muss man auf den Toyosu Fischmarkt. 2018 ist der Großmarkt von Tsukiji nach Toyosu umgezogen und man findet dort nun die berühmte Thunfisch-Aktion. Hier ist es auch wichtig rechtzeitig vor der Abreise online Tickets zu kaufen, da diese beschränkt sind und man in der neuen Halle nur mehr von der Aussichtsplattform 1F aus das geschäftige Treiben sehen kann. Für alle, die die Anmeldung verpasst haben, gibt es noch ein Aussichtsfenster auf 3F, da hat man aber weder Geräusche noch Geruch und Reflexionen beim Fotografieren. Ansonsten kann man durch den Markt schlendern und sich das Gemüse- und Früchte-Gebäude ansehen oder in einem der Restaurants das beste frische Sushi genießen.

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Daniela Lehenbauer​

Als Kommunikationsmanagerin sehe ich mich als Netzwerkerin, Geschichtenerzählerin, Event Expertin, Krisen- und Changemanagerin, Analystin und Strategin. Hier schreibe ich über tolle Momente meines Lebens. Viel Spaß beim Stöbern.

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