VHS Bhaktapur

Reisezeitraum: Jänner 2017

Direkt an der Ecke einer unscheinbaren Straßenkreuzung befinden sich im zweiten und dritten Stock eines modernen Gebäudes die Kurs- und Verwaltungsräume der VHS Bhaktapur. Drei Kursräume werden von 16 TrainerInnen betreut. Rund 10 Personen kümmern sich um die Verwaltung. Die VHS wurde hier 2011 gegründet und bietet hauptsächlich Deutschkurse und die Möglichkeit sein Österreichisches-Sprachdiplom abzulegen. Darüber hinaus gibt es auch in Kathmandu eine Zweigstelle der VHS.

Im Moment sind wir sechs Freiwillige, die ihr Know-how aus Ländern wie Österreich, Deutschland oder der Schweiz einbringen. Nächste Woche kommen auch noch ein paar Franzosen. Je nach Wissen und Begabung und abhängig von der Länge des jeweiligen Aufenthalts, bekommen wir eigene Kurse zugewiesen, helfen bei der Unterrichtsvorbereitung oder unterstützen SchülerInnen und TrainerInnen bei Übersetzungen und mit Nachhilfe. Darüber hinaus gibt es noch ein Projekt das sich mit Berufsberatung für Jugendliche beschäftigt, um ihnen unterschiedliche Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen. Dazu wird der nepalesische Arbeitsmarkt auf seine Möglichkeiten analysiert und ein standardisierter Persönlichkeitstest gibt Auskunft über Eignung und Fähigkeiten für unterschiedliche Berufsbilder. Eine einzigartige und noch nicht existierende Initiative in Nepal, bei der es gerade für mich als Kommunikationsmanagerin einige Möglichkeiten der Mitarbeit gibt.

Betritt man dann das Gebäude spürt man gleich die Energie und eine gewisse Art von Inspiration. Mit einem herzlichen „Namaste“ willkommen geheißen, ist man gleich Mitglied im Team. Wissen wird wie selbstverständlich geteilt und jeder hilft dem Anderen. Uns Europäern tun die flexiblen nepalesischen Freigeister gut, die aufgrund ihrer Geschichte, da Nepal ja auch noch nie kolonialisiert wurde, immer einen Plan B in der Tasche haben. Der Kursbetrieb startet um sieben Uhr früh. Nach der ersten Stunde wird gegen halb neun Frühstück mit Tee, Samosa und Sel (frittiertes Reismehlgebäck – ähnlich den Donats) angeboten. Danach gibt’s noch eine Stunde oder man hilft den Anderen bei der Vorbereitung und um 12 Uhr gibt’s Mittagessen. Obligatorisch wird Dal Bhat, ein nepalesisches Linsen-Reis-Gericht serviert, dass die Nepalesen meist zweimal täglich, sieben Tage die Woche essen. Am Nachmittag wird Unterricht vor- und nachbereitet oder in der Sonne auf der Dachterrasse relaxed.

Jeder der sich gerne freiwillig engagieren möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.

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Daniela Lehenbauer​

Als Kommunikationsmanagerin sehe ich mich als Netzwerkerin, Geschichtenerzählerin, Event Expertin, Krisen- und Changemanagerin, Analystin und Strategin. Hier schreibe ich über tolle Momente meines Lebens. Viel Spaß beim Stöbern.

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